Höherer Mindestlohn für die Gebäudereinigung
Höherer Mindestlohn im Gebäudereiniger-Handwerk
Zum neuen Jahr gibt's gute Nachrichten für alle Gebäudereiniger: Die Löhne steigen wieder!
Wenn du in dieser Branche arbeitest, kannst du dich freuen, denn die Gebäudereinigung ist das Handwerk mit den meisten Beschäftigten in Deutschland. Es gibt insgesamt neun Tarifgruppen, und zwei davon sind als Branchenmindestlöhne allgemein verbindlich. Das bedeutet, dass sie für alle gewerblichen Reinigungskräfte in Deutschland gelten, egal, wo du arbeitest.
Warum steigt der Tariflohn erneut an?
Nach einigen Verhandlungsrunden letztes Jahr haben sich Arbeitgeber und Gewerkschaft auf eine Lohnerhöhung geeinigt. Der Branchenmindestlohn in der Lohngruppe 1 wird stufenweise um 11,1 % angehoben. In der Lohngruppe 6 gibt es fast 10,2 % mehr. Dieser neue Tarifvertrag läuft zwei Jahre und gilt ab Februar 2025 überall in Deutschland für alle gewerblich Beschäftigten in der Gebäudereinigung.
Welche Auswirkungen hat das auf Arbeitnehmer in der Gebäudereinigungsbranche?
Die Tariferhöhung zum Jahreswechsel 2025/2026 wirkt sich für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Gebäudereinigungsbranche vor allem durch ein spürbar höheres Einkommen aus. Mit den steigenden Stundenlöhnen verbessert sich die Bezahlung sowohl für Vollzeit- als auch für Teilzeitkräfte und Minijobber. Da der Tarifvertrag allgemein verbindlich ist, profitieren alle Beschäftigten der Branche davon, unabhängig vom jeweiligen Arbeitgeber.
Gleichzeitig bietet der bis Ende 2026 laufende Tarifvertrag mehr Sicherheit und Planbarkeit, weil die Lohnentwicklung klar geregelt ist. Insgesamt trägt die Tarifanpassung dazu bei, Reinigungsarbeit stärker wertzuschätzen, Lohndumping zu begrenzen und die Attraktivität der Branche als Arbeitsfeld langfristig zu erhöhen.
Vergleich mit vorherigen Tariflohn-Erhöhungen
2023 lag der Mindestlohn in der Branche noch bei 13,50 Euro in der Lohngruppe 1. Dank des neuen Tarifvertrags gibt's ab dem 1. Januar 2025 eine erste Erhöhung auf 14,25 Euro. Und das ist noch nicht alles: Ab 2026 steigt der Lohn noch einmal um 75 Cent auf satte 15 Euro.
Gute Nachrichten für Glas- und Fassadenreiniger: 2024 lag der Mindestlohn in der Lohngruppe 6 noch bei 16,70 Euro. 2025 kletterte er dann auf 17,65 Euro und seit dem 1. Januar 2026 bekommst du jetzt 18,40 Euro pro Stunde. Die IG BAU hatte in den Tarifverhandlungen erst mal drei Euro mehr pro Stunde für alle Lohngruppen gefordert, aber das wurde nicht ganz umgesetzt. Übrigens, ein 13. Monatsgehalt gibt's im Tarifvertrag nicht, falls du darauf gehofft hast. Das haben die IG BAU und der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks klargemacht. Diese Entwicklung zeigt, wie wichtig Tarifverhandlungen sind, um faire Löhne zu sichern.
Tipps, wie Du von der Tariferhöhung profitieren kannst
Es ist tatsächlich wichtig, die eigene Lohngruppe und den entsprechenden Tarifstundenlohn zu kennen, um sicherzustellen, dass die Gehaltsabrechnung korrekt ist.
Die Tarifverträge können komplex sein und Änderungen unterliegen. Daher ist es ratsam, regelmäßig den aktuellen Stand zu überprüfen. Wenn Unsicherheiten bestehen oder Unklarheiten auftreten, ist es sinnvoll, frühzeitig das Gespräch mit dem Arbeitgeber oder der Lohnbuchhaltung zu suchen. Diese können in der Regel genaue Auskünfte geben und helfen, Missverständnisse zu klären. Es kann auch hilfreich sein, sich mit dem Betriebsrat oder einer Gewerkschaft in Verbindung zu setzen, um zusätzliche Unterstützung und Informationen zu erhalten.
Fazit: Ausgewogenheit und nachhaltige Entwicklung
Das ist echt ein großer Schritt, um den Leuten in dieser Branche mehr Anerkennung zu geben. Du kennst das vielleicht: Oft wird ihre Arbeit unterschätzt, obwohl sie so wichtig für unser tägliches Leben ist. Mit der Erhöhung fühlen sich die Beschäftigten nicht nur finanziell sicherer, sondern auch mehr wertgeschätzt. Es zeigt, dass ihre harte Arbeit wirklich zählt. Aber um das auch in Zukunft zu garantieren, müssen wir alle zusammenhalten. Es geht darum, eine gerechte und sichere Zukunft für alle in der Branche zu schaffen, für uns selbst, unsere Familien und die nächste Generation.